KI im Vertrieb: Das Werkzeug ist da, das Können fehlt

Jurij Tkaciov
Von Jurij Tkaciov
11. August 2026 · 1 Min. Lesezeit
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Österreich führt in der EU bei der KI-Nutzung: Rund 30% der Unternehmen setzen bereits KI ein, EU-weit sind es nur 20%. Doch ein Detail wird oft übersehen: Nur 27% der Unternehmen haben ihre Mitarbeitenden dafür geschult. Die Lücke zwischen Einsatz und Kompetenz ist groß, und genau hier liegt das eigentliche Problem.

Besonders im DACH-Mittelstand zeigt sich das deutlich. 71% der Wissensarbeiter nutzen KI-Tools längst im Alltag, oft ohne offizielle Freigabe. 42% der Führungskräfte wissen nicht genau, welche Tools ihre Teams tatsächlich verwenden. Am stärksten betroffen sind nicht Produktion oder IT, sondern Marketing und Vertrieb, wo laut aktuellen Studien 45% der KI-Anwendungen stattfinden.

Als Gründer von sallsa.ai sehe ich genau in diesem Bereich täglich, wie entscheidend der Unterschied zwischen bloßer Tool-Nutzung und echter KI-Kompetenz ist. Bei LinkedIn Outreach und Kaltakquise im B2B-Umfeld macht KI-Personalisierung nur dann einen Unterschied, wenn sie strategisch eingesetzt wird. Ohne fundiertes Verständnis bleibt viel Potenzial ungenutzt, und das erklärt auch, warum laut EY nur 8% der Unternehmen KI wirklich skaliert und messbare Ergebnisse erzielt haben.

71% der Wissensarbeiter nutzen KI-Tools längst im Alltag, oft ohne offizielle Freigabe.

Seit Februar 2025 verlangt der EU AI Act außerdem, dass alle, die mit KI arbeiten, entsprechend geschult sind. Bei einer Schulungsquote von 27% ist das keine Randnotiz, sondern ein klarer Handlungsauftrag. Die Technologie war nie das Problem, das Können macht den Unterschied.